Der ländliche Tourismus auf den Kanarischen Inseln gewinnt zunehmend an Bedeutung und wird von der Rätin für Tourismus und Arbeit bei der Regierung der Kanarische Inseln, Jéssica de León, aktiv gefördert. Auf dem nationalen Kongress in Navas de Oro betonte sie die umfassenden Vorteile, die dieser Sektor sowohl für die kulturelle als auch für die ökologische Entwicklung der Region bietet. Die Förderung des ländlichen Tourismus ist ein entscheidender Schritt zur nachhaltigen Entwicklung und zur Bewahrung der regionalen Traditionen.
Maßnahmen zur Unterstützung des ländlichen Tourismus
Maßnahmen zur Unterstützung des ländlichen Tourismus
Jéssica de León, die Rätin für Tourismus und Arbeit des Gobierno de Canarias, stellte auf dem XVII. Nationalen Kongress für ländlichen Tourismus in Navas de Oro, Spanien, umfassende Maßnahmen zur Förderung dieses Sektors vor. Besondere Bedeutung erhielt die Digitalisierung und Verbesserung der Vermarktung ländlicher Tourismusangebote über spezielle Plattformen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Dies soll vor allem kleinen Eigentümern helfen, Bürokratiehürden zu überwinden. De León hob hervor, dass der ländliche Tourismus nicht nur die Lebensweise und Traditionen der Region bewahrt, sondern auch als Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart dient. Die Maßnahmen fokussieren auf Reglementierung, Fortbildung der Fachkräfte und gezielte Förderung der Angebote, um die Attraktivität des ländlichen Tourismus weiter zu steigern und dessen nachhaltige Entwicklung zu sichern.
Beitrag des ländlichen Tourismus auf den Kanaren
Obwohl der ländliche Tourismus nur etwa 1 % der gesamten Tourismusindustrie der Kanarischen Inseln ausmacht, trägt er bedeutend zur Erreichung demografischer und ökologischer Ziele bei. Die von De León präsentierten Daten zeigen, dass dieser Sektor jährlich etwa 360.000 Übernachtungen generiert und damit eine zentrale Rolle bei der nachhaltigen Entwicklung abseits der urbanen Zentren spielt. Der ländliche Tourismus trägt dazu bei, die Abwanderung zu stoppen und eine Verbindung zum lokalen Erbe und Lebensstil zu schaffen, was insbesondere durch die Arbeit kleiner Anbieter unterstützt wird. Diese erhalten zusätzliche Einkommensmöglichkeiten, während sie gleichzeitig die Landressourcen nachhaltig nutzen. Der ländliche Tourismus fördert zudem die kulturelle Vielfalt und stärkt die regionale Identität, indem er Besuchern authentische Erlebnisse bietet.
Herausforderungen im ländlichen Tourismussektor
Ein von ACANTUR unterstütztes erstes Studienprojekt beleuchtet die zentralen Herausforderungen des ländlichen Tourismus auf den Kanaren. Hierzu gehören unter anderem die administrative Bürokratie und ein Mangel an Nachwuchs in der Branche. Viele der aktuellen Betreiber stehen kurz vor dem Ruhestand, und die digitale Kluft erschwert die Anwerbung junger Fachkräfte. Die Rätin unterstrich die Notwendigkeit öffentlicher Maßnahmen, um diese Hürden zu überwinden. Dazu zählen bereits eingeleitete Projekte wie ein auf die Bedürfnisse des Sektors zugeschnittener Marktplatz und Förderprogramme zur Verbesserung der Energieeffizienz in ländlichen Unterkünften. Diese Initiativen sollen dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit des ländlichen Tourismus zu stärken und seine Attraktivität für junge Berufseinsteiger zu erhöhen.
Zukunftsaussichten und Nachhaltigkeit
Die Zukunft des ländlichen Tourismus ist eng mit der Stärkung der Verbindungen zu lokalen Gemeinschaften und der Nutzung der landwirtschaftlichen Ressourcen verbunden. Jéssica de León betonte, dass ein wirklich nachhaltiger Tourismus nur in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung erreichbar ist. Indem Besucher die Region hautnah erleben, wird die lokale Wirtschaft gestärkt und der Erhalt der natürlichen Ressourcen gefördert. Die Maßnahmen der kanarischen Regierung zielen darauf ab, den ländlichen Tourismus nicht nur durch infrastrukturelle Investitionen, sondern auch durch soziale und ökologische Partnerschaften zu stärken, um so die Lebensqualität vor Ort nachhaltig zu verbessern. Diese ganzheitliche Herangehensweise soll sicherstellen, dass der ländliche Tourismus auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil der regionalen Wirtschaft bleibt.
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