Nach dem schweren Leitungsbruch im Wasserversorgungsnetz von Fuerteventura gibt es erste Entwarnung: Die Reparatur-Arbeiten an der beschädigten Hauptleitung zwischen den Wasserreservoirs La Calderetilla und Tiscamanita konnten abgeschlossen werden. Nach Angaben des Consorcio de Abastecimiento de Agua a Fuerteventura (CAAF) wird das Leitungsnetz derzeit wieder schrittweise mit Wasser befüllt. Bis in allen betroffenen Gebieten wieder der normale Versorgungsdruck erreicht ist, kann es jedoch noch einige Zeit dauern.
Reparatur abgeschlossen – Leitungsnetz wird wieder befüllt
Fünf Gemeinden von Ausfällen betroffen
Der Schaden an der Haupttransportleitung hatte seit Sonntag erhebliche Auswirkungen auf die Wasserversorgung in den Gemeinden Puerto del Rosario, Antigua, Tuineje, Pájara und Betancuria. Lediglich La Oliva blieb von den Einschränkungen verschont. Auch Hotels mit eigenen Entsalzungsanlagen konnten ihre Versorgung weitgehend unabhängig sicherstellen.
Besonders betroffen waren unter anderem Antigua, Ampuyenta, Almácigo, Llanos Pelados, Triquivijate, Valles de Ortega, Las Pocetas, Casillas de Morales, Agua de Bueyes, Los Alares sowie große Teile der Gemeinden Betancuria, Pájara und Tuineje. Gran Tarajal war von den Ausfällen ausgenommen.
Netz wird wieder unter Druck gesetzt
Mitarbeiter des CAAF arbeiteten seit Sonntag rund um die Uhr an der Behebung des Schadens. Wie das Konsortium jetzt mitteilt, konnte die defekte Leitung inzwischen repariert werden.
Derzeit wird das Versorgungsnetz schrittweise wieder mit Wasser befüllt. Dieser Vorgang benötigt Zeit, da die Leitungen zunächst vollständig gefüllt und anschließend wieder auf den normalen Betriebsdruck gebracht werden müssen. Deshalb kann es in einzelnen Orten weiterhin zu Verzögerungen oder einem vorübergehend niedrigen Wasserdruck kommen, bevor die Versorgung überall wieder vollständig hergestellt ist.
Wasserinfrastruktur bleibt eine Herausforderung
Der Vorfall zeigt erneut, wie anfällig das Wasserversorgungssystem Fuerteventuras trotz umfangreicher Investitionen weiterhin ist. Die Insel ist nahezu vollständig auf Meerwasserentsalzung angewiesen und verfügt über nur geringe natürliche Süßwasserreserven.
Nach der Ausrufung des Wasser-Notstands investierte das Cabildo de Fuerteventura rund 60 Millionen Euro in den Ausbau der Wasserinfrastruktur. Dadurch stieg die tägliche Produktionskapazität von 34.000 auf etwa 50.000 Kubikmeter, während die Speicherkapazität von 60.000 auf 90.000 Kubikmeter erhöht wurde.
Der aktuelle Schaden macht jedoch deutlich, dass neben der Wasserproduktion auch die Modernisierung und Erneuerung des Transportleitungsnetzes weiterhin eine zentrale Aufgabe bleibt, um die Versorgungssicherheit der Insel dauerhaft zu gewährleisten.
Nach Angaben des CAAF wird sich die Wasserversorgung in den kommenden Stunden schrittweise normalisieren, sobald das Leitungsnetz vollständig gefüllt und der erforderliche Betriebsdruck wieder erreicht ist.
Weiterführende Links: La Provincia Fuerteventura
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