Das Gobierno de Canarias setzt seine Bemühungen fort, die Beschäftigungschancen zu verbessern, und stellt 58,5 Millionen Euro für die Weiterbildung Arbeitsloser bereit. Diese Investition zielt darauf ab, die Qualifikationen der Arbeitslosen zu verbessern und sie besser auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten. Mit einem strategischen Ansatz soll die Wettbewerbsfähigkeit der Region gestärkt werden.
Strategische Bildungsinvestition für 2026 in den Kanaren
Ziel und Strategie
Die kanarische Regierung hat über das Servicio Canario de Empleo (SCE) eine neue Ausschreibung für die Weiterbildung ausgeschrieben, die sich primär an Arbeitslose richtet. Mit 58,5 Millionen Euro soll die berufliche Qualifizierung und Neukonzeption unterstützt werden. Wichtigstes Ziel ist es, die Arbeitsmarktfähigkeit der Teilnehmer zu erhöhen und die Ausbildungsangebote den aktuellen Anforderungen der Unternehmen und Branchen im Archipel anzupassen. Wie die Consejera für Tourismus und Arbeit, Jéssica de León, betont, ist es entscheidend, durch aktive Beschäftigungspolitik die Situation derjenigen zu verbessern, die am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Diese Initiative ist Teil eines umfassenderen Plans, der darauf abzielt, die wirtschaftliche Stabilität der Region zu sichern und gleichzeitig den sozialen Zusammenhalt zu fördern.
Verteilung der Mittel
Das Budget ist differenziert zugeordnet, wobei 40 Millionen Euro auf die berufliche Bildung abzielen und vor allem für den Erwerb von vollständigen Berufszertifikaten eingesetzt werden sollen. Die restlichen 18,5 Millionen Euro unterstützen Projekte aus dem Katalog der Berufsspezialitäten des Nationalen Beschäftigungssystems. Die Territorialverteilung der Mittel berücksichtigt dabei die spezifische Arbeitsmarktlage der einzelnen Inseln, wobei 90 Prozent nach der Anzahl der gemeldeten Arbeitslosen und 10 Prozent nach der Erwerbsquote verteilt werden. Zusätzliche Module nach Berufsfamilien sichern die Wirtschaftlichkeit und Transparenz der Mittel. Diese gezielte Verteilung soll sicherstellen, dass die Mittel dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden, um die größtmögliche Wirkung zu erzielen.
Präsenz- und Onlineformate
Die geförderten Projekte sollen sowohl im Präsenzformat als auch als virtuelle, asynchrone Schulungen angeboten werden. Damit werden die unterschiedlichen geografischen Realitäten auf den Kanaren berücksichtigt und die Zugänglichkeit der Bildung verbessert. Von den 40 Millionen Euro für Berufszertifikate entfallen bis zu vier Millionen auf virtuelle Schulungsmaßnahmen, während 36 Millionen für Präsenzunterricht vorgesehen sind. Für die 18,5 Millionen Euro der Berufsspezialitäten können 1,85 Millionen Euro in Online-Kurse fließen, während der Rest für Präsenztrainings verwendet wird. Die Frist für interessierte Bildungseinrichtungen zur Bewerbung endet am 16. September. Diese duale Herangehensweise ermöglicht es, eine breitere Zielgruppe zu erreichen und den unterschiedlichen Lernbedürfnissen gerecht zu werden.
Marktorientierte Ausbildung
Der Weiterbildungsschwerpunkt liegt auf Themen wie dem ökologischen Wandel, Blauer Ökonomie, Sprachkompetenz, digitalen Fähigkeiten sowie Medien und Kommunikation. Ziel ist es, nicht nur die Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmer zu verbessern, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken und den technologischen Anforderungen des regionalen Arbeitsmarktes gerecht zu werden. Mindestens 70 Prozent der Teilnehmer pro Kurs sollen Arbeitslose sein, während bis zu 30 Prozent der Plätze von Berufstätigen genutzt werden können. Die maximale Teilnehmerzahl pro Präsenzkurs liegt bei 15, online bei 25. Diese Ausrichtung auf marktorientierte Ausbildung soll sicherstellen, dass die Teilnehmer mit den notwendigen Fähigkeiten ausgestattet werden, um in einer sich schnell verändernden Arbeitswelt erfolgreich zu sein.
Weiterführende Links: Servicio Canario de Empleo
Mehr zum Thema: Alle Artikel zu Arbeit+Soziales


