StartArbeit+SozialesErste Strategie für soziale Wirtschaft auf den Kanaren präsentiert

Erste Strategie für soziale Wirtschaft auf den Kanaren präsentiert

Die Regierung der Kanarischen Inseln hat die erste Strategie zur Förderung der sozialen Wirtschaft vorgestellt. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, soziale Inklusion und regionale Kohäsion zu stärken. Die Strategie wird als ein bedeutender Schritt angesehen, um die wirtschaftliche Teilhabe benachteiligter Gruppen zu verbessern und die nachhaltige Entwicklung der Region zu fördern.

Details der neuen Strategie für soziale Wirtschaft

Überblick und Finanzierung

Die Consejera für Tourismus und Beschäftigung, Jéssica de León, präsentierte die erste Strategie der Kanaren zur Förderung der sozialen Wirtschaft für den Zeitraum 2026-2029 im Parlament. Sie betonte, dass die Strategie aus einer umfassenden Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und verschiedenen Sektoren entstanden ist. Die jährlich mit rund 4,5 Millionen Euro finanzierte Initiative hat das Ziel, durch 57 Maßnahmen soziale und regionale Inklusion zu fördern. Dieser Fahrplan unterstreicht das Engagement der Regierung für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, die allen Bevölkerungsgruppen zugutekommt. Die Strategie soll nicht nur die wirtschaftliche Stabilität der Region sichern, sondern auch die Lebensqualität der Einwohner verbessern.

Hintergrund und Beitrag zur Wirtschaft

Hintergrund und Beitrag zur WirtschaftDie neue Strategie soll die Wirtschaft der Inseln stärken, indem sie besonders benachteiligte Gruppen in den Arbeitsmarkt integriert. 2025 wurden im Bereich der sozialen Wirtschaft auf den Kanaren 19.334 Arbeitsverträge abgeschlossen, wobei mehr als die Hälfte an Frauen vergeben wurde. Jéssica de León hob die Notwendigkeit hervor, diese Gruppen gezielt zu unterstützen. Der Sektor umfasst über 3.516 Organisationen, darunter Genossenschaften, soziale Unternehmen und Stiftungen. Der Entwurf der Strategie wurde von der Universität von Las Palmas de Gran Canaria unter der Leitung von Inmaculada Galván und María del Pino Domínguez erarbeitet. Diese Zusammenarbeit zeigt die Bedeutung der akademischen Unterstützung bei der Entwicklung nachhaltiger wirtschaftlicher Modelle.

Eckpfeiler der Strategie

Eckpfeiler der StrategieDie Strategie ist in sechs Hauptbereiche unterteilt, wobei jeder Bereich spezifische Ziele und Maßnahmen verfolgt. Dazu zählt die Stärkung der Beteiligung an der sozialen Wirtschaft und die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durch Digitalisierung und grüne Transformation. Ebenso wird das Unternehmertum in aufstrebenden Sektoren gefördert und die Gleichstellung der Geschlechter unterstützt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf territorialer Nachhaltigkeit. Diese koordinierten Maßnahmen zielen darauf ab, ein inklusives, nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu fördern und gleichzeitig den Zugang zum Arbeitsmarkt für benachteiligte Gruppen zu erleichtern. Die Strategie soll auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Region erhöhen.

Ausblick und zukünftige Entwicklungen

Mit der neuen Strategie erhält die soziale Wirtschaft auf den Kanarischen Inseln eine besondere Bedeutung. Die Inseln wurden als Spanische Hauptstadt der Sozialwirtschaft 2027 anerkannt, was auch internationale Aufmerksamkeit nach sich ziehen dürfte. Diese Anerkennung verdeutlicht das Engagement der Region, die soziale Wirtschaft weiter auszubauen und mehr Sichtbarkeit zu schaffen. Die Strategie ist als Anfang einer neuen Phase gedacht, die das Potenzial der Volkswirtschaft der Kanaren nutzen soll, um mehr Arbeitsplätze zu schaffen und die gesellschaftliche Kohäsion zu stärken. Dies wurde von Jéssica de León ausdrücklich hervorgehoben, die den Beginn einer neuen Ära der wirtschaftlichen Inklusion angekündigt hat. Die Region plant, durch diese Maßnahmen langfristig eine Vorreiterrolle in der sozialen Wirtschaft zu übernehmen.

Weiterführende Links: Kanarische Regierung

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Ingo Töpfer
Ingo Töpfer
Ingo Töpfer ist verantwortlicher Chefredakteur von Fuerteventura.News und Radio Sol FM Ftv.
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