StartGesundheitKanarischer Ambulanzjet des SUC ständig im Einsatz

Kanarischer Ambulanzjet des SUC ständig im Einsatz

Das medizinisch ausgestattete Flugzeug des Servicio de Urgencias Canario (SUC) hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 insgesamt 559 Patiententransporte durchgeführt. Davon entfielen 17 Einsätze auf Verlegungen von oder zum spanischen Festland. Der Ambulanzjet als Spezialflieger ist das einzige Luftrettungsmittel auf den Kanarischen Inseln, das während des Transports schwer erkrankter Patientinnen und Patienten eine umfassende intensivmedizinische Versorgung bis zu spezialisierten Kliniken gewährleisten kann.

Kanarischer SUC Ambulanzjet ständig im Einsatz

Sechs Ärzte, acht Pflegekräfte, ein Flugzeug im Dauereinsatz: Der medizinisch ausgestattete Ambulanzjet des Servicio de Urgencias Canario (SUC) hat im ersten Halbjahr 2026 genau 559 Patiententransporte absolviert. 17 davon führten von oder zum spanischen Festland – die restlichen fanden zwischen den Inseln statt.

Kanarischer Ambulanzjet des SUC ständig im EinsatzWas den Jet so unverzichtbar macht: Er ist das einzige Luftrettungsmittel auf den Kanaren, das schwer erkrankte Menschen während des gesamten Transports intensivmedizinisch betreuen kann. Auf einer Inselgruppe, die sich über hunderte Kilometer Atlantik erstreckt und auf der nicht jede Klinik jede Spezialbehandlung anbieten kann, ist das mehr als nur ein Detail am Rande.

Wenn nur das Festland weiterhilft

Zum Einsatz kommt der Ambulanzjet vor allem dann, wenn Patienten in nationale Referenzzentren verlegt werden müssen, weil die nötige Spezialisierung auf den Kanaren fehlt. Dazu zählen Schwerbrandverletzte, Neugeborene und Säuglinge mit angeborenen Erkrankungen sowie Menschen mit seltenen neurologischen Krankheitsbildern.

Die häufigsten Zielorte: die Madrider Kliniken 12 de Octubre, La Paz und Puerta de Hierro sowie das Hospital Virgen del Rocío in Sevilla. Dort ist die medizinische Infrastruktur vorhanden, die auf den Inseln schlicht nicht überall aufgebaut werden kann.

Der Löwenanteil bleibt zwischen den Inseln

Der weitaus größere Teil der Einsätze mit diesem Ambulanzjet spielt sich aber gar nicht auf der langen Strecke zum Festland ab, sondern zwischen den Inseln selbst: 542 der 559 Transporte im ersten Halbjahr waren interinsulare Verlegungen. 327 Patienten kamen aus der Provinz Las Palmas, 115 aus der Provinz Santa Cruz de Tenerife – transportiert von kleineren Inseln, deren Krankenhäuser bestimmte komplexe Eingriffe nicht leisten können, nach Gran Canaria oder Teneriffa, wo die entsprechende Ausstattung vorhanden ist.

Seit drei Jahrzehnten im Dienst

Ganz neu ist das System nicht: Der Ambulanzjet fliegt bereits seit Dezember 1994, stationiert am Flughafen von Gran Canaria. Dort steht rund um die Uhr eine Crew bereit – Flugkapitän, Copilot und medizinisches Personal. Insgesamt acht Ärztinnen und Ärzte sowie acht Pflegekräfte teilen sich die Zwölf-Stunden-Schichten, alle mit langjähriger Erfahrung in der klinischen und präklinischen Notfallmedizin.

weiterführende Links: GobCan

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