Das erste Halbjahr 2026 verzeichnete auf den Kanarischen Inseln eine Reduzierung der Arbeitsunfälle um 482 Fälle im Vergleich zum Vorjahr. Diese positive Entwicklung zeigt sich insbesondere in der Baubranche, die durch verstärkte Sicherheitsmaßnahmen und Präventionsstrategien eine deutliche Verbesserung erlebte. Die Kanarischen Inseln setzen damit ein Zeichen für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz und unterstreichen die Bedeutung kontinuierlicher Anstrengungen zur Unfallvermeidung.
Arbeitsunfälle auf den Kanaren rückläufig
Sicherheitsverbesserungen in der Arbeitswelt
Die Kanarischen Inseln registrierten im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 482 Arbeitsunfälle weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Insbesondere die Baubranche konnte eine deutliche Verbesserung verzeichnen, die auf verstärkte Sicherheitsmaßnahmen zurückzuführen ist. Dennoch mahnt die Inselrätin für Tourismus und Beschäftigung, Jéssica de León, zur Vorsicht. Sie betont die Wichtigkeit der Fortführung und Intensivierung der Präventionsmaßnahmen. Die Rolle der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter in der Unfallvermeidung wird hervorgehoben, wobei der Fokus auf weiteren Inspektionen, Schulungen und Bewusstseinsbildung liegt. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die positive Entwicklung nachhaltig ist und die Zahl der Arbeitsunfälle auf den Kanaren weiter sinkt.
Positive Entwicklungen in Zahlen
Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden insgesamt 11.504 Arbeitsunfälle mit Arbeitsausfall registriert, darunter 11.447 leichte, 53 schwere und 4 tödliche Unfälle. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 430 leichtere sowie 41 schwere und sehr schwere Unfälle weniger gemeldet. Die Anzahl der tödlichen Unfälle verringerte sich um 11 Fälle. Diese Zahlen spiegeln die fortwährende positive Entwicklung wider, die durch höhere Sicherheitsstandards und Präventionsmaßnahmen erreicht wurde. Der Direktor der Arbeitsabteilung, José Ramón Rodríguez, sieht dies als Bestätigung für den eingeschlagenen Kurs, der jedoch weiterhin optimiert werden soll, um das Ziel von null Risiken zu erreichen. Die kontinuierliche Verbesserung der Sicherheitskultur ist entscheidend, um langfristig eine sichere Arbeitsumgebung zu gewährleisten.
Branchenübergreifender Rückgang
Der Rückgang in der Unfallstatistik war in allen Wirtschaftszweigen der Kanaren zu beobachten. Besonders ausgeprägt war dieser Trend im Bausektor mit einem Minus von 13,93 Prozent. Doch auch der primäre Sektor verzeichnete einen Rückgang von 13,03 Prozent, der Dienstleistungsbereich um 12,98 Prozent und der Industriesektor um 8,71 Prozent. Der gesunkene Unfallindex von 1.202,28 pro 100.000 Beschäftige verdeutlicht eine Verbesserung um 6,71 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Diese Entwicklungen untermauern die positive Richtung, in der sich die Sicherheitsstandards über die vergangenen Jahre hinweg kontinuierlich erhöht haben. Die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Behörden spielt eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung effektiver Sicherheitsstrategien.
Ausblick und Ziele
Trotz der erfreulichen Zahlen bleibt Vorsicht geboten. Das Engagement der kanarischen Regierung, die Arbeitswelt sicherer zu gestalten, wird weiterhin verstärkt. Technische Unterstützung, Überwachung von Arbeitsbedingungen und der enge Austausch mit Sozialpartnern sollen den positiven Trend festigen. Jéssica de León mahnt zur fortwährenden Wachsamkeit und Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen. Ziel ist es, verzögert durch nicht-traumatische Vorkommnisse wie Herzinfarkte, den leichten Anstieg des Vorjahres zu korrigieren. Die Kanarischen Inseln sind bestrebt, ihre Position unter den Regionen Spaniens mit der geringsten Sterblichkeit durch Arbeitsunfälle weiter auszubauen. Die langfristige Vision ist eine Arbeitswelt ohne Unfälle, die durch kontinuierliche Innovation und Anpassung der Sicherheitsprotokolle erreicht werden soll.
Weiterführende Links: Verkehr
Mehr zum Thema: Alle Artikel zu Arbeit+Soziales


