Das Cabildo von Fuerteventura organisiert eine Schulung, um Fachkräfte bei der Erkennung und Prävention von Vaping und Energydrink-Konsum unter jungen Menschen zu unterstützen. Diese Initiative zielt darauf ab, das Wissen über die emotionalen und sozialen Aspekte solcher Konsumtrends zu vertiefen und die Fachkräfte in ihrer täglichen Arbeit zu stärken. Durch die Schulung sollen die Teilnehmer besser auf die Herausforderungen vorbereitet werden, die mit diesen modernen Konsumgewohnheiten einhergehen.
Schulung zur Prävention von Konsumtrends
Wachsender Konsum von Vaping und Energydrinks
In den letzten Jahren hat der Konsum von Vaping-Geräten und Energydrinks unter jungen Menschen merklich zugenommen. Trotz der verbreiteten Annahme, dass es sich dabei um risikoarme Praktiken handelt, zeigt die wissenschaftliche Forschung, dass solche Gewohnheiten das Nervensystem, den Schlaf und die Stressbewältigungsmechanismen beeinflussen können. Besonders besorgniserregend sind die Auswirkungen auf die Selbstregulation und die emotionale Entwicklung der Jugendlichen. Diese Erkenntnisse haben in Fuerteventura die Notwendigkeit für eine umfangreiche Schulung in diesem Bereich unterstrichen, die sich insbesondere auf die Entschlüsselung der emotionalen und sozialen Hintergründe solcher Konsumpraktiken konzentriert. Die Schulung soll den Fachkräften helfen, die komplexen Zusammenhänge besser zu verstehen und geeignete Präventionsmaßnahmen zu entwickeln.
Neues Schulungsangebot für Fachkräfte
Das Cabildo von Fuerteventura hat in Zusammenarbeit mit der Escuela de Servicios Sanitarios y Sociales de Canarias (ESSSCAN) ein neues Schulungsprogramm ins Leben gerufen. Unter der Leitung des Inselrates für Soziales, Víctor Alonso, zielt das Programm darauf ab, Fachkräfte aus den Bereichen Gesundheit, Soziales und Sozialarbeit auf den wachsenden Trend des Vaping und den Konsum von Energydrinks vorzubereiten. Besonders im Fokus stehen Fachleute, die mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten. Die Fortbildung soll nicht nur die gesundheitlichen Auswirkungen beleuchten, sondern auch Strategien zur Prävention und Intervention aufzeigen. So soll ein umfassendes Verständnis geschaffen werden, das die Fachkräfte in ihrer täglichen Arbeit unterstützt. Die Teilnehmer werden in die Lage versetzt, effektive Maßnahmen zu ergreifen, um die negativen Auswirkungen dieser Konsumtrends zu minimieren.
Fokus auf emotionale Regulierung
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Schulung ist die Betrachtung des Vaping- und Energydrink-Konsums aus psychologischer Sicht. Die Kursteilnehmer werden darin geschult, wie diese Konsumtrends mit emotionaler Regulierung, Stressbewältigung und sozialer Integration zusammenhängen. Der Kurs geht über die physischen Auswirkungen hinaus und bietet praktische Werkzeuge für die Früherkennung und Prävention dieser Konsummuster. ‚Das Angebot von spezialisierten Werkzeugen und gezielter Schulung für Fachleute ist entscheidend, um der jungen Bevölkerung mit neuen realistischen Konsummustern entgegenzutreten‘, betonte Víctor Alonso. Diese umfassende Herangehensweise soll den Fachkräften helfen, mit den Herausforderungen, die mit den neuen Konsumrealitäten einhergehen, besser umgehen zu können. Die Schulung bietet zudem Raum für den Austausch von Erfahrungen und bewährten Praktiken.
Programmablauf und Anmeldung
Die Schulung wird in einem semiprofessionellen Format angeboten: Vom 19. bis 30. Juni erfolgt die Online-Phase, während am 1. Juli eine obligatorische Präsenzveranstaltung im Centro Insular de Juventud in Puerto del Rosario stattfindet. Dort liegt der Fokus auf Fallanalysen und dem praktischen Training von Werkzeugen. Die Kurseinheiten werden von den Psychologen Edgar Chinea Gámez und Alba Fernández Padrón geleitet. Interessierte Fachkräfte erhalten weitere Informationen und können sich auf der ESSSCAN-Website registrieren: https://essscan.es/formacion/?id=46ed0f0b-36a5-4901-b2ae-9a1e21886d03. Die Anzahl der Teilnehmerplätze ist begrenzt, daher wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen. Die Schulung bietet eine wertvolle Gelegenheit, sich mit anderen Fachkräften zu vernetzen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.
Weiterführende Links: ESSSCAN
Mehr zum Thema: Alle Artikel zu Gesundheit


