Die Stadt Puerto del Rosario plant, die Almirante Fontán Lobé Straße in Anerkennung der Leistungen von Lorenza Machín Alarcón umzubenennen. Diese Entscheidung erfolgt im Rahmen der Ley de Memoria Democrática und ist ein Tribut an die engagierte Aktivistin und Künstlerin.
Straßenumbenennung ehrt Lorenza Machín
Umbenennung initiiert
Der Stadtrat von Puerto del Rosario hat das Verfahren zur Umbenennung der Almirante Fontán Lobé Straße in die calle Lorenza Machín Alarcón eingeleitet. Die Umbenennung soll der historischen Persönlichkeit Lorenza Machín Alarcón, einer bekannten Schriftstellerin, Schauspielerin und sozialen Aktivistin, zur Ehre gereichen. Diese Entscheidung folgt der Bestimmung zur Erinnerung an bedeutende Persönlichkeiten, die sich für Menschenrechte und Gleichberechtigung eingesetzt haben. Lorenza Machíns Engagement für die Rechte von Minderheiten und ihre bedeutende Rolle in der kulturellen Entwicklung von Fuerteventura steht im Mittelpunkt der Anerkennung.
Hintergrund der Namenswahl
Lorenza Machín Alarcón war mehr als sechs Jahrzehnte in Puerto del Rosario und auf Fuerteventura aktiv. Ihr Einsatz für die LGTBI+ Gemeinschaft und die Gleichstellung der Geschlechter machte sie zu einer Vorreiterin in der Region. Im Laufe ihres Lebens erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Amt der Pregonera bei den Festivitäten von Puerto del Rosario 2012 sowie den Meninas-Preis 2020. Diese Ehrungen unterstreichen ihre Beiträge zur Förderung von Vielfalt und Integration. Verschiedene Organisationen, wie Altihay Fuerteventura und die Federación de Asociaciones de Mujeres, unterstützen die Umbenennung, um die symbolische Bedeutung dieser Geste zu unterstreichen.
Gesetze und Erinnerung
Die Umbenennung der Almirante Fontán Lobé Straße erfolgt auch im Einklang mit der Ley de Memoria Democrática. Historische Berichte im Umbenennungsverfahren zeigten auf, dass Almirante Jesús Fontán Lobé eng mit dem franquistischen Regime verbunden war. In seiner Zeit diente er in Vertrauenspositionen innerhalb von Propaganda- und Regierungsorganen. Diese Fakten machten die bisherige Namensgebung unhaltbar nach den Bestimmungen der Gedächtnisgesetze. Der Artikel 35 dieser Gesetzesvorgaben fordert die Entfernung von Namen, die mit solchen Regimen in Zusammenhang stehen, und stärkt somit die Aufarbeitung und Erinnerung.
Stimmen aus Puerto del Rosario
Der Bürgermeister von Puerto del Rosario, David de Vera, bezeichnete die Entscheidung als einen Akt der Gerechtigkeit und des Respekts gegenüber den Errungenschaften von Lorenza Machín. Auch Juan Manuel Verdugo, der Kulturbeauftragte, lobte Machíns Vermächtnis als integralen Teil des kulturellen und menschlichen Erbes der Stadt. Dieser permanente Tribut durch die Straßenbenennung sichert ihr Andenken und inspiriert kommende Generationen. Die Anerkennung erfolgt im Rahmen der städtischen Namensvergabeprozesse und berücksichtigt alle rechtlichen Voraussetzungen, um Lorenza Machíns Name als Symbol für Freiheit und Gleichberechtigung zu festigen.
Weiterführende Links: Ley de Memoria Democrática
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