StartArbeit+SozialesErfolg bei Beschäftigung: 2.825 Verträge für Frauen im ländlichen Sektor

Erfolg bei Beschäftigung: 2.825 Verträge für Frauen im ländlichen Sektor

Die Regierung der Kanarischen Inseln meldet signifikante Fortschritte bei der Beschäftigung von Frauen im ländlichen Sektor. Mit 2.825 neuen Arbeitsverträgen und einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um 408 Personen zeigt sich eine positive Entwicklung. Diese Fortschritte sind besonders in der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft und den maritimen Aktivitäten bemerkbar. Die Maßnahmen zur Förderung der Frauenbeschäftigung in diesen Bereichen tragen wesentlich zur wirtschaftlichen Stabilität der Region bei.

Positive Entwicklung im ländlichen Arbeitsmarkt

Anstieg der Arbeitsplätze

Zwischen Januar und September 2026 wurden auf den Kanarischen Inseln insgesamt 2.825 Arbeitsverträge mit Frauen in den Sektoren Landwirtschaft, Forstwirtschaft und maritime Tätigkeiten abgeschlossen. Diese Entwicklung wird von der Regierung der Kanarischen Inseln als Erfolg gewertet, da sich die Arbeitslosigkeit in diesen Bereichen um 408 Personen verringerte. Der aktuelle Bericht des Observatorio Canario de Empleo (OBECAN) hebt die Bedeutung dieser Fortschritte hervor, besonders im Hinblick auf den diesjährigen Internationalen Tag der Frauen im ländlichen Raum am 15. Oktober. Insbesondere im September wurden mit 555 Verträgen die meisten monatlichen Abschlüsse erzielt, ein Zeichen für die verstärkte Investition in beschäftigungsfördernde Maßnahmen.

Detaillierte Analysen der Sektoren

Ein genauerer Blick auf die Verteilung der Arbeitsverträge zeigt, dass die Landwirtschaft die meisten neuen Beschäftigungen verzeichnet, mit 2.145 Verträgen in den ersten neun Monaten des Jahres. Besonders beliebt sind Tätigkeiten als Landarbeiterinnen in Gärten, Gewächshäusern und Baumschulen. Diese Berufe machen 76% aller Verträge aus, während qualifizierte Arbeiten und Führungspositionen lediglich 18% der Anstellungen darstellen. Der Bericht zeigt auch Rückgänge im Bereich der Arbeitslosigkeit im Forstsektor, wo die Zahl der arbeitslosen Frauen von 209 im Januar auf 174 im September zurückging. Weitere 316 Verträge wurden im maritimen Sektor verzeichnet, während in der Viehwirtschaft insgesamt 93 Verträge abgeschlossen wurden.

Auswirkungen und Perspektiven

Die Zahlen verdeutlichen die unterschiedlichen Bedingungen, unter denen Frauen im ländlichen Sektor arbeiten. Während die Landwirtschaft die höchste Zahl an Arbeitsverträgen und Arbeitslosen verzeichnet, eröffnen die Bereiche Maritim, Viehwirtschaft und Forstwirtschaft neue berufliche Perspektiven. Anbieter von Weiterbildungen sehen großes Potenzial darin, mehr Frauen für eine Ausbildung in diesen Sektoren zu gewinnen, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt weiter zu verbessern. Entscheidend ist hierbei, spezifische Schulungen anzubieten, die den Anforderungen dieser Berufe gerecht werden. Der Bericht illustriert auch, wie hoch der Anteil der Frauen ist, die in größeren Gemeinden leben, jedoch in der Landwirtschaft tätig sind.

Herausforderungen und Lösungen

Trotz der positiven Entwicklungen bleibt die Abgrenzung ländlicher Gebiete in den Kanarischen Inseln eine Herausforderung. Laut dem Nationalen Statistikinstitut gibt es auf den Inseln 46 Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern. Jedoch lebt über die Hälfte der für landwirtschaftliche Betriebe verantwortlichen Frauen in Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern. Auch arbeiten in diesen als ländlich bezeichneten Regionen laut dem Kanarischen Statistik-Institut nur 2,5 % der Frauen in der Landwirtschaft, während der überwiegende Teil im Dienstleistungssektor tätig ist. Diese Diskrepanz fordert eine verbesserte Abwicklung von landwirtschaftlichen Tätigkeiten und eine stärkere Fokussierung auf Qualifizierungsmaßnahmen.

Weiterführende Links: Zum vollständigen Bericht

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Ingo Töpfer
Ingo Töpfer
Ingo Töpfer ist verantwortlicher Chefredakteur von Fuerteventura.News und Radio Sol FM Ftv.
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