Jéssica de León, die Consejera de Turismo und Empleo der Kanarischen Inseln, betonte bei der Konvention Turespaña in Zaragoza die Notwendigkeit eines nachhaltigen Tourismuskurses, der Wert statt Masse schafft. Sie unterstrich, dass nachhaltiger Tourismus nicht nur die Umwelt schützt, sondern auch die lokale Wirtschaft stärkt und die Lebensqualität der Bewohner verbessert. Die Kanaren sollen durch diese Strategie zu einem Vorreiter im nachhaltigen Tourismus werden. De León sieht in der Diversifikation der Märkte und der Anpassung an die spezifischen Bedürfnisse jeder Insel den Schlüssel zum Erfolg.
Nachhaltiger Tourismus auf den Kanaren
Wachstum ohne Masse
Jéssica de León, die Tourismus- und Arbeitsbeauftragte der Kanarischen Regierung, stellte auf der VI. Turespaña-Konvention in Zaragoza eine neue Tourismusstrategie für die Kanarischen Inseln vor. Sie plädierte für ein Modell, das weniger auf Masse und mehr auf Wertschöpfung setzt. De León betonte, dass der Wandel zu einem Modell mit höherem Mehrwert angestrebt wird, welches nicht nur den Tourismus, sondern die gesamte lokale Wirtschaft stärkt und die Gewinne gerecht verteilt. Der Fokus liegt darauf, Touristen zu einer höheren Wertschöpfung zu bewegen, indem sie mehr vor Ort ausgeben und eine intensivere Verbindung zu anderen lokalen Sektoren eingehen. Diese Strategie soll nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch die Lebensqualität der Einwohner verbessern und die Kanaren als nachhaltiges Reiseziel etablieren.
Zwei Geschwindigkeiten in der Tourismusstrategie
Auf der Veranstaltung erklärte de León, dass die Herausforderungen für den Tourismus auf den Kanaren unterschiedlich sind. Während Inseln wie Lanzarote und Fuerteventura ihre Touristenströme effizienter managen müssen, um den Druck auf die Umwelt zu verringern, haben andere Inseln noch Potenzial für nachhaltiges Wachstum. Das primäre Ziel ist es, den Tourismus der Kanaren zu einem Modell zu entwickeln, das die Wertschöpfung maximiert, ohne die Umwelt zusätzlich zu belasten. De León sprach über die Notwendigkeit, nicht in alten Modellen zu verharren, sondern die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und den Wohlstand der Bürger sowie den Umwelt- und Ressourcenschutz zu priorisieren. Sie hob hervor, dass eine flexible Anpassung an die spezifischen Bedürfnisse jeder Insel entscheidend ist, um den nachhaltigen Tourismus erfolgreich zu gestalten. Diese differenzierte Herangehensweise soll sicherstellen, dass jede Insel ihre individuellen Stärken nutzt und gleichzeitig einen Beitrag zur Gesamtstrategie leistet.
Marktdiversifikation und neue Segmente
Die Diversifikation von Märkten spielt eine zentrale Rolle in der Strategie der Kanaren. De León lobte die strategische Lage der Kanaren als interkontinentaler Knotenpunkt mit dem Ziel, neue Märkte zu erschließen. Trotz der weiterhin großen Bedeutung von traditionellen Märkten wie Großbritannien und Deutschland, sieht sie Chancen durch neue Verbindungen, beispielsweise nach Kanada. Hierbei betonte de León, dass eine erfolgreiche Diversifikationsstrategie auch neue touristische Motivationen und Segmente ansprechen muss, um die Vielfältigkeit des Angebots zu erhöhen. Diese Strategie soll nicht nur die Abhängigkeit von bestimmten Märkten reduzieren, sondern auch die Attraktivität der Kanaren für ein breiteres Publikum steigern.
Neue Motivationstreiber des Tourismus
Ein entscheidender Aspekt der neuen Strategie ist die Segmentierung der Touristen nach Motivation. Fünf große Motivationsblöcke wurden identifiziert: Sonne und Strand Plus, Natur, Sport, Kultur und MICE (Meetings, Incentives, Conferences, Exhibitions). Innerhalb dieser Kategorien sieht de León besonderes Potenzial im Premiumsegment sowie im Sport- und Regenerationstourismus. Dabei geht es darum, individuelle touristische Erlebnisse zu schaffen, die den Bedürfnissen verschiedener Zielgruppen entsprechen, ohne den Hauptmarkt der Kanaren zu gefährden. Ziel ist es, eine stärkere Vernetzung der Tourismusbranche mit anderen wirtschaftlichen Bereichen zu schaffen, um somit eine nachhaltigere, vernetzte Wirtschaft zu fördern. Diese Vernetzung soll langfristig die Resilienz der lokalen Wirtschaft stärken und neue Arbeitsplätze schaffen.
Weiterführende Links: Turespaña-Konvention
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