StartSicherheitKanaren - Winterwetter: Stürme, Calima und der Klimawandel?

Kanaren – Winterwetter: Stürme, Calima und der Klimawandel?

Am Welttag der Meteorologie rückt das Thema Wetter auf den Kanaren besonders in den Fokus. Das Winterwetter 2025/2026 zeigt eindrucksvoll, wie stark sich Wetterextreme auf den Inseln bemerkbar machen. Sind das etwa Indizien für Klimaveränderungen?

Winterwetter: Kanaren im Wandel

Ein außergewöhnliches Winterwetter

Der Winter 2025/2026 auf den Kanaren zeigte ein ungewöhnlich vielfältiges Wettergeschehen. Laut der staatlichen Wetterbehörde AEMET war die Saison insgesamt normal und feucht. Dennoch traten mehrere Besonderheiten auf, die Aufmerksamkeit erregten. Zwischen Dezember und Februar wurden gleich drei intensive Stürme registriert. Das stellt einen Rekord für das Archipel dar. Diese Wetterlagen brachten starke Regenfälle und teils heftige Windböen mit sich. In höheren Lagen fiel sogar Schnee, was eher selten vorkommt. Gleichzeitig lag die Durchschnittstemperatur bei 15,4 Grad und damit leicht über dem Mittelwert. Während Dezember und große Teile des Januars eher kühl verliefen, folgte im Februar eine warme Phase. Diese brachte Calima-Ereignisse und Temperaturen über 30 Grad. Dadurch entstand ein ungewöhnlicher Kontrast innerhalb eines einzigen Winters.

Extreme zwischen Sturm und Calima

Der vergangene Winter verdeutlicht die zunehmende Bandbreite der Wetter Kanaren. Einerseits traten ungewöhnlich viele Stürme auf, andererseits gab es kalte und warme Extreme. Besonders die Calima-Episoden im Februar sorgten für hohe Temperaturen und belastete Luftqualität. Meteorologen sehen darin keine zufällige Entwicklung. Vielmehr stehen solche Ereignisse im Zusammenhang mit globalen Klimamustern. Diese beeinflussen auch den Nordatlantik und damit die Kanarenregion. Zudem zeigen Analysen, dass Extremereignisse häufiger auftreten könnten. Deshalb gewinnen präzise Wetterbeobachtungen an Bedeutung. Moderne Technologien wie Satelliten und Radarsysteme liefern wichtige Daten. Ergänzend tragen Messstationen und Meeressensoren zur Überwachung bei. Auf dieser Basis kann AEMET rechtzeitig Warnungen herausgeben. Diese betreffen Unwetter, Hitze oder Calima. Somit werden Bevölkerung und wichtige Wirtschaftsbereiche besser geschützt.

Beobachtung als Schlüssel zur Zukunft

Das Motto „Heute beobachten, morgen schützen“ hat für die Kanaren besondere Relevanz. Jede Datenerhebung trägt dazu bei, Risiken besser zu verstehen. Dadurch lassen sich Schutzmaßnahmen gezielter planen und umsetzen. Beispielsweise profitieren Küstenschutz und Wassermanagement von genauen Analysen. Auch Waldschutz und Evakuierungspläne werden durch Wetterdaten verbessert. Zudem spielen Frühwarnsysteme eine immer größere Rolle im Alltag. Sie sind für Tourismus, Landwirtschaft und Verkehr unverzichtbar geworden. Gleichzeitig gelten die Kanaren als sensibles Beobachtungsgebiet des Klimawandels. Veränderungen im Sturmverhalten und häufigere Extreme sind deutlich erkennbar. Daher sind kontinuierliche Messungen entscheidend für die Zukunft. Nur so können sich die Inseln langfristig an neue Bedingungen anpassen. Dies schützt sowohl die Bevölkerung als auch die jährlich zahlreichen Besucher.

Weiterführende Links: WMO Challenge, UNO, Fuerteventura.News

Ingo Töpfer
Ingo Töpfer
Mein Name ist Ingo und ich bin der Headman von Fuerteventura.News und Radio Sol FM Ftv. , also Chef-Redakteur, Chef-Reporter, Chef-Techniker, Chef-Programmierer und verantwortlich für alles, was mit diesen Seiten zu tun hat. Weitere Berufsbezeichnungen könnten auch sein: Mädchen für alles, Direktor, Herausgeber und was euch sonst noch so einfällt. Die Hauptsache ist, dass euch die Informationen die wir hier zusammentragen hilfreich erscheinen mögen.
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