Ein kräftiger Nordwind über Fuerteventura sorgt derzeit für extreme Wetterbedingungen. Der Nordwind Fuerteventura erreicht in mehreren Gemeinden orkanartige Böen und versetzt Inselbewohner sowie Urlauber in Alarmbereitschaft.
Aktuelle Lage durch Nordwind über Fuerteventura
Orkanartige Böen in mehreren Gemeinden
Der Nordwind Fuerteventura hat in zahlreichen Orten außergewöhnlich hohe Windgeschwindigkeiten verursacht. In Tuineje wurden Spitzenböen von 111 km/h gemessen. Auch La Pared meldete mit 101 km/h extreme Werte. In Gran Tarajal erreichte der Wind 91 km/h, in Antigua 89 km/h. Zudem registrierten die Stationen in Tefia 84 km/h und in Matas Blancas bis zu 88 km/h. Am Hafen von Morro Jable wurden 78 km/h gemessen. Diese Werte liegen deutlich über einer üblichen Starkwindlage. Daher kommt es vielerorts zu stürmischen und teils gefährlichen Verhältnissen. Besonders exponierte Lagen sind betroffen. Straßenabschnitte, Küstenbereiche und offene Plätze stehen unter erhöhter Beobachtung. Die intensiven Böen treten dabei nicht gleichmäßig auf, sondern in teils heftigen Schüben. Dadurch entstehen kurzfristig gefährliche Situationen im öffentlichen Raum.
Hitliste der stärksten Böen von heute
Tuineje 111 km/h
La Pared 101 km/h
Gran Tarajal 91 km/h
Antigua 89 km/h
Matas Blancas 88 km/h
Tefia 84 km/h
Morro Jable Hafen 78 km/h
AEMET warnt vor Sturm und hohem Seegang
Angesichts der Entwicklung hat der spanische Wetterdienst AEMET mehrere gelbe Wetterwarnungen aktiviert. Der Nordwind Fuerteventura führt verbreitet zu Böen ab 70 km/h. Lokal werden deutlich höhere Geschwindigkeiten erwartet. Besonders betroffen sind das Inselinnere sowie typische Düsenzonen an der West- und Südostküste. Gleichzeitig baut sich ein markantes Seegangsereignis auf. Kombinierte Dünung und Windwellen erreichen Höhen von vier bis fünf Metern. Einzelne Wellen können sogar darüber hinausgehen. Somit steigt das Risiko entlang der Küsten erheblich. Zusätzlich werden örtliche Schauer gemeldet. Auch Calima-Einflüsse beeinträchtigen zeitweise die Sicht. Im gesamten Kanarenraum kommt es daher zu eingeschränkten Sichtverhältnissen. Die Alisien können in den kommenden Stunden nochmals zulegen. Erst zum Wochenende ist mit einer langsamen Abschwächung zu rechnen.
Behörden geben Sicherheitshinweise
Die Behörden rufen zur besonderen Vorsicht auf. Wegen dem Nordwind über Fuerteventura sollen Brandungszonen und Molen gemieden werden. Ebenso ist es ratsam, lose Gegenstände auf Balkonen und Terrassen zu sichern. Fahrzeuge sollten nicht unter beschädigten Bäumen oder Gerüsten abgestellt werden. Für Wassersportler, Wanderer und Camper gilt erhöhte Aufmerksamkeit. Aktivitäten sollten möglichst verschoben oder sorgfältig geplant werden. Denn starke Böen, hohe Wellen und rutschige Böden erhöhen das Unfallrisiko deutlich. Auch Flugreisende müssen mit Einschränkungen rechnen. Turbulenzen und mögliche Änderungen beim Anflug auf den Flughafen Fuerteventura können Verspätungen verursachen. Die Lage bleibt dynamisch. Neue Messwerte und mögliche Anpassungen der Warnstufen werden fortlaufend erwartet.
weiterführende Links: https://www.aemet.es, https://www.radio-solfm.com


