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Schließung von Schiessplatz Pájara – Plan zum Schließen des Militärgebiets in Pájara bis 2031

Schließung von Schiessplatz Pájara – Der Nationalistische Kanarische Partei (CCa) hat erfolgreich eine Gesetzesinitiative vorangetrieben, die das Ziel hat, das militärische Übungsgebiet in Pájara auf Fuerteventura in den nächsten fünf Jahren zu schließen. Dies soll eine jahrzehntelange Forderung nach Rückgabe des Landes an die Inselbewohner erfüllen.

Hoffnung auf historische Gerechtigkeit

Rückgabe eines wertvollen Teils des Inselgebietes

Schiessplatz Pájara , Mario Cabrera im ParlamentDie Gesetzesinitiative der Nationalistischen Kanarischen Partei (CCa), die das Schließen des Campo Nacional de Maniobras y Tiro de Pájara auf Fuerteventura innerhalb der nächsten fünf Jahre vorsieht, ist ein bedeutender Schritt, um eine historische Ungerechtigkeit zu korrigieren. Bereits vor 50 Jahren wurde das Gebiet von über 4.200 Hektar im Süden der Insel unter der Regierung Francos für militärische Zwecke beschlagnahmt, was auf der Insel großes Unverständnis hervorrief. Der Abgeordnete Mario Cabrera betonte, dass die Schließung des Militärgebiets mehr als nur das Aufgeben einer militärischen Anlage bedeutet. Sie stellt die Rückgabe eines wertvollen Teils des Inselgebietes und die Erfüllung eines langjährigen Anliegens der Einwohner von Fuerteventura dar.

Soziale und ökologische Auswirkungen

Die Nutzung des Gebiets für militärische Übungen hat nicht nur die traditionellen Aktivitäten wie Küstenfischerei und Viehzucht beeinträchtigt, sondern auch den Erhalt eines bedeutenden ethnohistorischen und natürlichen Erbes verhindert. Das Areal ist mit seiner biodiverse Vegetation und sein Reichtum an endemischen Pflanzen von unschätzbarem Wert. Bedeutende Naturschutzgebiete wie der Parque Rural de Betancuria und das Monumento Natural de Montaña Cardón umgeben es. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass das Militärgebiet den Lebensraum zahlreicher Vogelarten, darunter auch migrationsbedingte, beeinträchtigt. Daher wurde immer wieder auf die Notwendigkeit hingewiesen, diese Fläche zu renaturieren und unter Naturschutz zu stellen.

Politische Unterstützung für die Initiative

Schiessplatz PájaraDie Initiative der CCa fand im Parlament der Kanarischen Inseln breite Unterstützung, wobei der Partido Popular und Vox die einzigen Gegenstimmen abgaben. Diese parteiübergreifende Unterstützung verdeutlicht die Bedeutung dieser Maßnahme für die Region und die Entschlossenheit, die Vergangenheit wiedergutzumachen. Cabrera verwies auf die langjährige Ablehnung militärischer Präsenz auf den Kanarischen Inseln durch die Bevölkerung, die sich unter anderem in Protesten gegen NATO-Manöver auf den Inseln zeigte. Auch der Inselrat von Fuerteventura sprach sich jüngst einstimmig für ein Ende der Militärübungen aus. Das entschlossene Bestreben, auf Fuerteventura wie auf den gesamten Kanarischen Inseln ein Zeichen von Frieden und Nachhaltigkeit zu setzen, bleibt ungebrochen.

Schiessplatz Pájara – Zukunftsperspektiven für Fuerteventura

Mit der geplanten Schließung des militärischen Übungsgebietes in Pájara soll ein umfassendes Renaturierungs- und Entwicklungsprogramm starten. Ziel ist die Schaffung eines Nationalparks für Trockengebiete, um den einzigartigen Natur- und Kulturerbe der Region zu bewahren. Der Vorschlag betont die Notwendigkeit, den Bereich wirtschaftlich zu fördern und einen nachhaltigen Tourismus zu etablieren, der sich auf die atemberaubende Natur konzentriert und an den Werten der UNESCO-Biosphärenreservats orientiert. Ein Arbeitskreis mit Vertretern der lokalen Behörden und des Verteidigungsministeriums soll die notwendigen Schritte zur Umsetzung des Programms überwachen. Der Fokus liegt darauf, die wirtschaftlichen und ökologischen Potenziale Fuerteventuras auf lange Sicht zu stärken und gleichzeitig das kulturelle Erbe zu achten.

Weiterführende Links: Fuerteventura Biosphärenreservat

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