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Schutzkampagne für Atlantik-Sturmtaucher gestartet

Auf Fuerteventura hat das Cabildo die Schutzkampagne für den Atlantik-Sturmtaucher begonnen. Diese zielt darauf ab, die gefährdete Vogelart während der kritischen Phase ihrer ersten Ozeanflüge zu unterstützen. Der Atlantik-Sturmtaucher, der den Großteil seines Lebens auf dem offenen Meer verbringt, ist besonders anfällig für die Gefahren der Lichtverschmutzung, die seine Orientierung stören kann. Die Kampagne soll die Überlebenschancen dieser Vögel erhöhen und die Bevölkerung für den Schutz der Tierwelt sensibilisieren.

Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung

Hintergrund zum Schutz

Die jährliche Kampagne des Cabildo de Fuerteventura, initiiert von der Inselrätin für Umwelt, Carlos Rodríguez, zielt darauf ab, die Atlantik-Sturmtaucher während ihrer ersten nächtlichen Flüge vor Gefahren durch Lichtverschmutzung zu schützen. Diese Vogelart verbringt den Großteil ihres Lebens auf dem offenen Meer und kehrt nur zur Brutzeit an Land zurück. Die intensive Beleuchtung an der Küste stellt für die Jungvögel jedoch eine Orientierungshürde dar, die oft in Kollisionen mit Gebäuden oder einer erhöhten Gefahr durch natürliche Feinde resultiert und ihre Überlebenschancen senkt. Durch gezielte Maßnahmen wie die Reduzierung von Lichtquellen soll die Sicherheit der Vögel verbessert werden.

Bevölkerung besonders gefragt

Bevölkerung besonders gefragt Schutzkampagne für Atlantik-SturmtaucherRodríguez unterstreicht die Wichtigkeit der Mitarbeit aller Bürger und appelliert auch an Verwaltungen und Hotels, möglichst auf Außenbeleuchtung zu verzichten. Eine einfache Maßnahme wie das Reduzieren unnötiger Lichter kann laut dem Inselrat signifikant zur Erhöhung der Überlebenschancen der schutzbedürftigen Vögel beitragen. Die Zusammenarbeit ist besonders zu dieser Jahreszeit entscheidend, da die Jugendvögel während ihrer Flüge besonders verletzlich sind. Die Sensibilisierung der Bevölkerung kann somit entscheidend zum Schutz und Erhalt der lokalen Tierwelt beitragen. Die Kampagne zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Bedeutung des Naturschutzes zu schärfen.

Richtiger Umgang mit Vogelfunden

Die Bevölkerung wird gebeten, verletzte oder desorientierte Sturmtaucher nicht ohne Kontrolle freizulassen. Die Vögel sollten vorsichtig gefangen und bis zum Eintreffen des Tierhilfsdienstes in einer gut belüfteten Box an einem kühlen, schattigen Ort aufbewahrt werden. Ein direkter Kontakt sollte vermieden werden, um Verletzungen durch den Schnabel zu verhindern. Der Einsatz von Handtüchern wird empfohlen, um die Vögel zu beruhigen. Ein sofortiger Anruf bei der Notrufnummer 112 informiert die Tierrettungsdienste über den Fund, um die Vögel bestmöglich zu versorgen. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Überlebenschancen der Vögel zu maximieren.

Erfolge aus der Vergangenheit

Im Jahr 2025 konnten im Rahmen der Schutzkampagne 146 Exemplare von Atlantik-Sturmtauchern geborgen werden. Davon wurden fast 90 Prozent erfolgreich wieder in die Freiheit entlassen. Besonders der nördliche Teil Fuerteventuras, der viele Funde bezeugt, spielt eine entscheidende Rolle. La Oliva war zudem mit den meisten Meldungen führend. Dieser Erfolg ist nur durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Behörden, der lokalen Bevölkerung und dem Cabildo, mit seinem engagierten Einsatz für die Naturschutzziele, möglich. Die positiven Ergebnisse der vergangenen Jahre motivieren alle Beteiligten, die Anstrengungen fortzusetzen.

Weiterführende Links: Cabildo de Fuerteventura

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Ingo Töpfer
Ingo Töpfer
Ingo Töpfer ist verantwortlicher Chefredakteur von Fuerteventura.News und Radio Sol FM Ftv.
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