Das Cabildo von Fuerteventura arbeitet mit dem Observatorio de Contratación Pública Responsable de Canarias zusammen, um die öffentliche Beschaffung auf der Insel sozial verantwortlicher zu gestalten. Die soziale Beschaffung steht im Mittelpunkt dieser Initiative, die darauf abzielt, soziale Inklusion und lokale Entwicklung zu fördern. Durch die strategische Vergabe öffentlicher Aufträge sollen nicht nur wirtschaftliche, sondern auch soziale und ökologische Ziele erreicht werden. Diese Zusammenarbeit könnte Fuerteventura zu einem Vorreiter in der sozialen Beschaffung machen.
Initiative zur Förderung der sozialen Beschaffung
Ziel der Zusammenarbeit
Das Cabildo von Fuerteventura und das Observatorio de Contratación Pública Responsable de Canarias haben eine Partnerschaft ins Leben gerufen, um die öffentliche Beschaffung strategischer und verantwortungsbewusster zu gestalten. Damit soll die öffentliche Auftragsvergabe als Instrument für sozialen Zusammenhalt und die lokale Wirtschaftsentwicklung fungieren. Die Initiatoren der Zusammenarbeit weisen darauf hin, dass die rechtliche Grundlage bereits durch die Ley 9/2017 geschaffen wurde. Diese zwingt öffentliche Institutionen, einen Teil der Verträge an soziale Einrichtungen zu vergeben und soziale sowie ökologische Kriterien zu berücksichtigen. Obwohl Fuerteventura ein schmales Netzwerk an sozialen Unternehmen aufweist, erhoffen sich die Partner durch die Initiative einen Zuwachs an Möglichkeiten zur sozialen Integration. Die Umsetzung dieser Maßnahmen könnte Fuerteventura zu einem Modell für andere Regionen machen, die ebenfalls soziale und ökologische Aspekte in ihre Beschaffungsstrategien integrieren möchten.
Drei Säulen der Initiative
Der Aktionsplan der Initiative umfasst drei zentrale Bereiche. Zunächst startet eine Ausbildung für das technische Personal des Cabildo, die eine Einführung in das rechtliche Rahmenwerk und die Bedeutung der sozialen Klauseln bietet. Anschließend folgt eine individuelle Beratung für die Organisatoren staatlicher Ausschreibungen. Dieses Angebot hilft dabei, Möglichkeiten für soziale Einrichtungen zu identifizieren und barrierefreie Ausschreibungen zu gestalten. Den Abschluss bildet ein detailliertes technisches Unterstützungsprogramm, das die Erarbeitung eines Regierungsbeschlusses für das Cabildo zur Festlegung von Mindestquoten für die Vertragsvergabe umfasst. Damit sollen klare Richtlinien und Kontrollmechanismen für eine strategische und reservierte Beschaffung geschaffen werden. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die soziale Beschaffung nicht nur ein theoretisches Konzept bleibt, sondern in der Praxis effektiv umgesetzt wird.
Wichtige Unterstützung auf Fuerteventura
Luis González, der für die Vergabe verantwortliche Inselrat, hebt die Bedeutung dieser Initiative hervor, da sie nicht nur Arbeitsplätze schafft, sondern auch soziale Gerechtigkeit bei der Auftragsvergabe fördert. Auch Samuel García-Castro, der Koordinator des Observatoriums, betont die Notwendigkeit der Umsetzung solcher Maßnahmen, da diese nicht nur rechtlich verpflichtend sind, sondern auch als Chance dienen. Ein sorgfältig ausgearbeiteter Regierungsbeschluss kann helfen, die gesetzlichen Vorgaben in die Praxis umzusetzen und gleichzeitig den Mitarbeitern und sozialen Einrichtungen mehr Handlungssicherheit zu geben. Beide Partner sind sich einig, dass Fuerteventura durch diesen Schritt eine Vorbildfunktion auf den Kanarischen Inseln einnehmen könnte. Die Unterstützung durch lokale Behörden und die Zivilgesellschaft ist entscheidend, um die Ziele der sozialen Beschaffung zu erreichen.
Potential für soziale Innovation
Die Hoffnung, Fuerteventura zu einem Modell für öffentliche Beschaffungen als Instrument für soziale Inklusion zu machen, ist Teil einer breiteren Vision. Diese sieht vor, dass lokale Verwaltungen nicht nur wirtschaftliche, sondern auch soziale und ökologische Faktoren in ihre Entscheidungen einbeziehen. Durch gezielte Schulungen und technisches Know-how soll die lokale Verwaltung in die Lage versetzt werden, gesellschaftliche Herausforderungen mit innovativen Beschaffungslösungen anzugehen. Das könnte nicht nur die Lebensqualität auf der Insel verbessern, sondern auch neue Wege für die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Institutionen und der Zivilgesellschaft eröffnen. Die Initiative könnte als Katalysator für weitere soziale Innovationen dienen, die langfristig positive Auswirkungen auf die gesamte Region haben.
Weiterführende Links: Cabildo Fuerteventura
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