StartAus den GemeindenWilderei: Jagd auf Pardelas auf Fuerteventura gestoppt

Wilderei: Jagd auf Pardelas auf Fuerteventura gestoppt

Die Wilderei – Jagd auf Pardelas steht im Mittelpunkt eines aktuellen Falls auf Fuerteventura. Zwei Personen wurden wegen der Tötung geschützter Seevögel verurteilt. Der Vorfall zeigt die Konsequenzen illegaler Eingriffe in empfindliche Ökosysteme.

Wilderei: Jagd auf Pardelas im Fokus

Festnahme im Naturpark Jandía

Die Guardia Civil nahm zwei Personen wegen eines Umweltvergehens auf Fuerteventura fest. Der Vorfall ereignete sich im Naturpark Jandía. Die Beamten entdeckten verdächtige Lichtquellen in einem abgelegenen Küstengebiet. Gleichzeitig überwachten Umweltbeamte das Schutzgebiet. Aufgrund der Jahreszeit bestand der Verdacht auf illegale Jagd. Kurz darauf kontrollierten die Einsatzkräfte zwei Personen nahe eines Fahrzeugs. Diese trugen einen Sack sowie ein Werkzeug mit Haken. Im Sack befanden sich sieben tote Exemplare der Pardela cenicienta. Es handelte sich um junge Tiere aus ihren Nestern. Die Art steht unter besonderem Schutz. Deshalb leiteten die Behörden umgehend Ermittlungen ein. Der Fundort lag zwischen Playa del Junquillo und Punta de Barlovento.

Geschützte Art und rechtliche Bewertung zu Wilderei

Die Pardela cenicienta, wissenschaftlich Calonectris borealis, gilt als gefährdete Vogelart. Sie ist im spanischen Artenkatalog als vulnerabel eingestuft. Zusätzlich schützt das europäische Berner Übereinkommen diese Art streng. Nach der Sicherstellung wurden die Tiere untersucht. Experten bestätigten die Art sowie die Todesursachen. Die Tiere starben durch Erstickung und Schädelverletzungen. Daher bestand ein klarer Verdacht auf ein Umweltverbrechen. Grundlage bildet Artikel 334 des spanischen Strafgesetzbuches. Das Gericht in Puerto del Rosario verhandelte den Fall Ende Februar. Schließlich wurden beide Täter verurteilt. Sie erhielten Geldstrafen von über 3.200 Euro pro Person. Zusätzlich wurde ein Jagdverbot von drei Jahren verhängt.

Bedeutung des Schutzes und mögliche Strafen

Die Jagd auf Pardelas ist in Spanien seit 1981 verboten. Dennoch existieren weiterhin illegale Praktiken mit historischem Hintergrund. Früher wurden diese Vögel traditionell genutzt. Heute steht jedoch der Schutz der Biodiversität im Vordergrund. Pardelas spielen eine wichtige Rolle im marinen Ökosystem. Deshalb greifen strenge gesetzliche Regelungen. Neben Geldstrafen drohen Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren. Alternativ können hohe Geldbußen verhängt werden. Zusätzlich sind Berufsverbote möglich. Auch Jagd- und Fischereiverbote werden ausgesprochen. Diese Maßnahmen gelten meist für mehrere Jahre. In schweren Fällen kommen weitere Sanktionen hinzu. Dazu zählen Entschädigungen für Umweltschäden. Ziel bleibt der langfristige Schutz empfindlicher Lebensräume.

Weiterführende Links:

ÄHNLICHE BEITRÄGE

Meist Gelesen

Letzte Kommentare