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109 Anzeigen in Schutzgebieten auf Fuerteventura

Der Servicio de Protección de la Naturaleza (SEPRONA), die Umweltschutzeinheit der Guardia Civil, hat im Sommer 109 Verwaltungsanzeigen in den Schutzgebieten von Fuerteventura aufgenommen. Die meisten Verstöße entfielen auf den Islote de Lobos und den Parque Natural de Jandía. Vor allem ging es um unerlaubtes Campen und Übernachten sowie um Fahrzeuge abseits der zugelassenen Wege. Die vorgeschlagenen Bußgelder reichen von 300 bis 600.000 Euro.

Guardia Civil verstärkt Kontrollen in Fuerteventuras Naturräumen

Seprona 109 Anzeigen in Schutzgebieten auf Fuerteventura
Seprona

Die Comandancia de Las Palmas der Guardia Civil hat die Bilanz ihres Sommereinsatzes vorgelegt. Die Kontrollen gehören zu einem Sonderplan zum Schutz der Umwelt. Er soll Flora, Fauna und das Naturerbe der Insel erhalten.

Die Beamten waren dafür verstärkt in besonders wertvollen Gebieten und Naturparks im Einsatz. Ziel war es, rücksichtsloses Verhalten zu verhindern und die geltenden Umweltgesetze durchzusetzen.

Campen, Fahrzeuge, Feuer und Drohnen

Als Hauptverstöße nennt die Guardia Civil das nicht genehmigte Campen und Übernachten in Schutzgebieten sowie das Fahren mit Motorfahrzeugen außerhalb der zugelassenen Wege. Dazu kamen Fälle von offenem Feuer, unerlaubten Einleitungen und der Einsatz von Drohnen in besonders geschützten Zonen.

Weitere Anzeigen betrafen das Freizeitangeln und das Sammeln von Meeresfrüchten. Auch die Besetzung des öffentlichen Küstenbereichs, des Dominio Público Marítimo Terrestre, und seiner Schutzstreifen sowie unzulässige Einleitungen dort wurden festgestellt. Die Verstöße betreffen Vorschriften der Kanaren und des spanischen Staates zu Boden, Küsten und Fischerei.

Bußgelder bis 600.000 Euro möglich

Alle Anzeigen gingen an die zuständigen Verwaltungsbehörden, die nun die Bußgeldverfahren führen. Die vorgeschlagenen Beträge liegen zwischen 300 und 600.000 Euro. Die Höhe hängt von der Schwere des Verstoßes und der jeweiligen Vorschrift ab.

Appell an Einwohner und Urlauber

Die Guardia Civil bezeichnet das Naturerbe der Insel als empfindliches Ökosystem, das auf die Mithilfe von Einwohnern und Besuchern angewiesen ist. Die Kontrollen sollen auch dafür sensibilisieren, die Regeln des jeweiligen Gebiets zu kennen und die Natur verantwortungsvoll zu genießen.

Weiterführende Links: Guardia Civil

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Ingo Töpfer
Ingo Töpfer
Ingo Töpfer ist verantwortlicher Chefredakteur von Fuerteventura.News und Radio Sol FM Ftv.
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