Eine massive Calima – Lage über den Kanaren beeinträchtigt derzeit Sicht und Luftqualität stark. Behörden warnen und empfehlen Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung.
Calima auf den Kanaren: Auswirkungen und Schutz
Gewaltige Staubwolke über dem Archipel
Eine außergewöhnlich große Staubwolke aus der Sahara erfasst aktuell die Kanarischen Inseln. Diese Calima erreicht eine Breite von rund 1300 Kilometern und ist damit enorm. Angetrieben durch Ost- bis Südostwinde gelangt der feine Wüstenstaub über den Atlantik. Dadurch sinkt die Sichtweite teils auf unter 3000 Meter. Gleichzeitig verschlechtert sich die Luftqualität deutlich. Behörden haben Warnstufen ausgerufen und informieren kontinuierlich über die Lage. Besonders betroffen sind mehrere Inseln gleichzeitig, da sich die Staubmasse großflächig verteilt. Zusätzlich treten starke Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h auf. Diese verstärken die Verwirbelung des Staubs. Insgesamt entsteht eine belastende Wettersituation für Bewohner und Reisende gleichermaßen.
Gesundheitliche Risiken und Folgen im Alltag
Die erhöhte Feinstaubbelastung stellt ein ernstes Gesundheitsrisiko dar. Besonders gefährdet sind Menschen mit Atemwegserkrankungen oder Herzproblemen. Auch ältere Personen, Kinder und Schwangere reagieren empfindlicher auf die verschmutzte Luft. Symptome wie Husten, Reizungen oder Atembeschwerden können verstärkt auftreten. Daher empfehlen Behörden, Aufenthalte im Freien möglichst zu reduzieren. Zudem wirkt sich die Calima auf den Alltag aus. Feiner Staub setzt sich auf Autos, Möbel und technische Anlagen ab. Gleichzeitig trocknet die Luft stark aus und reizt Schleimhäute zusätzlich. Auch der Flugverkehr ist betroffen. Schlechte Sichtverhältnisse führen zu Verspätungen oder Umleitungen. Insgesamt verlangt die Situation erhöhte Aufmerksamkeit im täglichen Leben.
Maßnahmen zum Schutz von Mensch und Eigentum
Um die Auswirkungen der Calima zu minimieren, geben Behörden klare Verhaltensempfehlungen. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben, um Staub fernzuhalten. Körperliche Anstrengung im Freien ist möglichst zu vermeiden. Autofahrer müssen besonders vorsichtig fahren und ihre Geschwindigkeit anpassen. Zudem sollten sie bei schlechter Sicht das Licht einschalten. Für gefährdete Personen gilt besondere Vorsicht. Sie sollten möglichst in Innenräumen bleiben und bei Beschwerden medizinische Hilfe suchen. Zusätzlich hilft es, viel Flüssigkeit zu trinken. Luftreiniger mit HEPA-Filtern können die Innenraumluft verbessern. Nach dem Ereignis sollten Oberflächen mit Wasser gereinigt werden. So lassen sich Schäden durch feinen Sand vermeiden. Lose Gegenstände im Außenbereich sollten gesichert werden.
Weiterführende Links: Kachelmannwetter.com, Fuerteventura.News , PEFMA


