Das Kunstzentrum Juan Ismael eröffnete zwei neue Ausstellungen: ‚XAXO‘ von Nayra Martín und ‚Habitar la Salina‘ von Patricia Santana, unterstützt von der Kultur-Vizeabteilung der Regierung der Kanaren und dem Cabildo von Fuerteventura.
Vielfältige Themen in aktuellen Ausstellungen
Ausstellungen im Fokus
Im Kunstzentrum Juan Ismael wurden die Ausstellungen ‚XAXO‘ und ‚Habitar la Salina‘ ins Leben gerufen. Die beiden Künstlerinnen Nayra Martín und Patricia Santana präsentieren Werke, die von der Regierung der Kanaren und dem Cabildo von Fuerteventura unterstützt werden. Die Ausstellungen sind bis zum 4. April zugänglich und bieten eine Vielfalt an künstlerischen Ansätzen, die zur Reflexion anregen. Besucher können sich auf eine spannende Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen freuen, die sowohl historische als auch zeitgenössische Aspekte beleuchten. Die Werke laden dazu ein, über die Verbindung von Kunst und Gesellschaft nachzudenken und neue Perspektiven zu entdecken.
‚XAXO‘ – Kritik am Kolonialismus
Die Ausstellung ‚XAXO‘ von Nayra Martín thematisiert den Einfluss des Kolonialismus auf die kulturelle Identität. Gezeigt wird die Beziehung zwischen Körper, Territorium und der kanarischen Identität. Zentraler Punkt der Ausstellung ist die Geschichte der Guanche-Mumie aus dem Barranco de Herques in Arico, die 1763 als Geschenk an König Carlos III. nach Madrid gelangte. Diese Darstellung wirft Fragen zur Verantwortung im Umgang mit kolonialem Erbe auf. Martín nutzt ihre Kunst, um die Betrachter zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit anzuregen und die Auswirkungen auf die Gegenwart zu hinterfragen. Die Ausstellung bietet eine tiefgehende Reflexion über historische Ereignisse.
Künstlerische Verbindung zu Salinen
Patricia Santana widmet ihre Ausstellung ‚Habitar la Salina‘ den Salinen von Janubio. Ihre Werke zeichnen sich durch eine figurative Umdeutung der salinen Umgebung aus. Die Schönheit und Einzigartigkeit dieser Landschaften inspirierten eine dreiteilige Werkreihe: ‚Salinas‘, ‚Tumbar la nata‘ und ‚Nadar entre salinas‘. Santana zeigt durch ihre Kunst die faszinierende Welt der Salinen aus ihrer Sicht. Die Ausstellung lädt dazu ein, die Beziehung zwischen Mensch und Natur zu erkunden und die Bedeutung dieser einzigartigen Landschaften für die lokale Kultur zu verstehen. Besucher können die ästhetische und ökologische Bedeutung der Salinen erleben und sich von ihrer Schönheit verzaubern lassen.
Kulturpolitische Bedeutung
Der Kultur-Inselrat von Fuerteventura, Rayco León, betonte die kulturelle und politische Bedeutung der beiden Künstlerinnen. Er lobte die kritische Auseinandersetzung mit Themen wie Kolonialismus und die ästhetische Erkundung der Salinen durch die Werke von Nayra Martín und Patricia Santana. Beide Künstlerinnen sind bedeutende Stimmen in der kanarischen Kunstszene und zeigen, wie Kunst als Medium zur kulturellen Reflexion dienen kann. León unterstrich die Rolle der Kunst, gesellschaftliche Diskussionen anzustoßen und die kulturelle Identität der Kanaren zu stärken. Diese Ausstellungen sind ein wichtiger Beitrag zur kulturellen Landschaft der Insel und fördern den Dialog über Kunst und Gesellschaft.


