Ertrinkungsunfälle im Jahr 2025 starben auf den Kanarischen Inseln 69 Menschen durch Ertrinken. Obwohl das drei weniger sind als im Vorjahr, bleibt die Region eine der gefährlichsten des Landes in Bezug auf Unfälle im Wasser.
Ertrinkungsunfälle auf den Kanaren
Jahresüberblick 2025
Der Dezember war mit neun Ertrinkungstoten einer der gefährlichsten Monate des Jahres. Gemeinsam mit August und September verzeichnete er die meisten Todesfälle, was auf die hohe Besucherzahl und die oft unvorhersehbaren Wetterbedingungen zurückzuführen ist. Abgesehen von den Todesfällen gab es im Dezember auch eine hohe Anzahl an Verletzten: drei Personen befanden sich in kritischem Zustand, sechs erlitten mittelschwere Verletzungen, zwei wurden leicht verletzt und eine Person konnte unversehrt gerettet werden. Diese Zahlen verdeutlichen die anhaltenden Risiken, die mit dem Schwimmen in den Gewässern der Kanarischen Inseln verbunden sind, insbesondere in den Wintermonaten.
Kritische Entwicklungen
Ein besorgniserregender Anstieg ist bei schweren und kritischen Unfällen zu verzeichnen, was die Dringlichkeit von Sicherheitsmaßnahmen unterstreicht. Die Zahl der Badegäste, die in kritischem Zustand gerettet werden mussten, stieg um 77 % im Vergleich zu 2024. Insgesamt endeten 25 Unfälle mit schweren Verletzungen, 70 moderat und es gab 29 unversehrte Rettungen. Dies führte zu insgesamt 241 Unfällen im Wasser, was einem Anstieg von 30 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung zeigt die Notwendigkeit verstärkter Präventionsmaßnahmen und einer besseren Aufklärung der Öffentlichkeit über die Gefahren im Wasser. Die Behörden müssen dringend handeln, um die Sicherheit zu erhöhen.
Ertrinkungsunfälle trotz Wetterwarnungen
46 % der Ertrinkungstoten und 39 % der Betroffenen befanden sich in Küstenbereichen, während Wetterwarnungen aufgrund von ungünstigen Bedingungen aktiv waren. Dieser Aspekt verdeutlicht eine erhebliche Gefährdung, die trotz offizieller Warnungen durch das Gouvernement der Kanaren besteht. Die Missachtung dieser Warnungen durch viele Badegäste zeigt die Notwendigkeit, die Kommunikation und Durchsetzung von Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern. Es ist entscheidend, dass sowohl Einheimische als auch Touristen die Risiken ernst nehmen und sich an die Empfehlungen der Behörden halten, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Nur durch konsequente Maßnahmen kann die Zahl der Unfälle reduziert werden.
Lokale Gefahren und Opferprofile
Teneriffa verzeichnete die meisten Todesfälle, was auf die besondere Gefährlichkeit der dortigen Küsten hinweist. Viele Unfälle ereigneten sich in felsigen Küstenbereichen, oft aufgrund von Leichtsinn und der Missachtung der Sicherheitsvorgaben. Die Opferprofile zeigen, dass vor allem Männer die häufigsten Betroffenen sind, was möglicherweise auf riskanteres Verhalten zurückzuführen ist. Bei der Nationalität der Opfer wurden viele Touristen identifiziert, insbesondere aus europäischen Ländern. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, internationale Besucher besser über die lokalen Gefahren aufzuklären und präventive Maßnahmen zu verstärken. Eine gezielte Aufklärung könnte helfen, die Unfallzahlen zu senken und die Sicherheit zu erhöhen.


