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Schlaganfall!! Die erste Stunde zählt!!

Aus Anlass des Weltherztages am 29.09.2023 greifen wir ein Thema auf: Schlaganfall. Der Weltherztag will auf die Präventionsmöglichkeiten gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall (oder auch Hirnschlag, Ictus) aufmerksam zu machen. Am Weltherztag geht es unter anderem darum, was jeder Einzelne tun kann, um Risiken für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung oder eben einen Schlaganfall vorzubeugen.

Das Centrum für Schlaganfallforschung der Charité in Berlin hat zum Schlaganfall eine Information erarbeitet und zusammengefasst

Was ist ein Schlaganfall?

Ein Schlaganfall ist Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung des Gehirns. Durch diese Vorgänge erhalten die Nervenzellen im Gehirn zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe und gehen zugrunde. Andere Begriffe für einen Schlaganfall sind Apoplexie, Hirninsult oder Hirninfarkt.

SchlaganfallDer Schlaganfall kann verursacht sein durch: eine Mangeldurchblutung (Ischämie), weil ein zum Gehirn führendes Blutgefäß plötzlich verstopft wird oder eine Blutung durch den plötzlichen Riss eines Blutgefäßes. Eine umschriebene Minderdurchblutung (Ischämie) des Gehirns ist bei weitem die häufigste Ursache. Sie kann auf verschiedenen Wegen zustande kommen: durch eine Thrombose, durch eine Embolie oder durch Platzen eines Blutgefäßes

Symptome eines Schlaganfall

Für die Symptome ist ausschlaggebend, welcher Teil des Gehirns betroffen ist und wie schwerwiegend die Ausfälle sind. Das bedeutet, dass die Symptome sehr unterschiedlich sein können. Zu den Symptomen gehören:

  • Plötzlich einsetzende Schwäche oder Lähmung auf einer Körperseite, d.h. eines Armes, Beines oder -im Gesicht.
  • Sprachschwierigkeiten in Verbindung mit einer Lähmung zumeist auf der rechten Körperseite oder Schwierigkeiten, Gesprochenes zu verstehe.
  • Sehstörungen (Doppelbilder, verschwommenes Sehen, vorübergehender Sehverlust auf einem Auge, halbseitiger Ausfall eines Gesichtsfelds)
  • Schwindel mit Gangunsicherheit, Verlust von Gleichgewicht oder Koordination.
  • Plötzliche Bewusstseinstrübung bis zur Bewusstlosigkeit.
  • Übelkeit, Erbrechen, Verwirrtheit
  • Plötzlich auftretende sehr starke Kopfschmerzen.

Der FAST-Test

Die erste Zeit nach einem Schlaganfall entscheidet über das Ausmaß der Zellschäden im Gehirn. Daher ist es besonders wichtig, einen Schlaganfall und die Symptome zu erkennen. Jede Minute zählt!

Face: Bitten Sie die Person zu lächeln. Hängt ein Mundwinkel herab, deutet das auf eine Halbseitenlähmung hin
Arms: Bitten Sie die Person, die Arme nach vorne zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen. Bei einer Lähmung können nicht beide Arme gehoben werden, ein Arm sinkt oder dreht sich.
Speech:Lassen Sie die Person einen einfachen Satz nachsprechen. Ist sie dazu nicht in der Lage oder klingt die Stimme verwaschen, liegt vermutlich eine Sprachstörung vor.
Time:Zögern Sie nicht, wählen Sie unverzüglich die 112 und schildern Sie die Symptome.

Diesen Test gibt es auch als App:hier gehts zu den Stores

Etwa jeder dritte Schlaganfall kündigt sich zuvor durch flüchtige Durchblutungsstörungen des Gehirns an, so genannte transitorische ischämische Attacken (TIA).

TIAs können nur wenige Minuten dauern, allenfalls 24 Stunden. Sie sind Warnzeichen für einen Ictus, der in absehbarer Zeit drohen kann. Dazu gehören:

  • Kurz andauernde Lähmung, Schwäche oder Taubheit einer Körperhälfte
  • kurzes Erblinden auf einem Auge (Amaurosis fugax) oder Sehstörungen (Doppelbilder sehen, Einschränkung des Gesichtsfeldes)
  • kurzzeitige Sprachstörungen (d.h. Probleme, Sprache zu verstehen oder Störung der Sprachfähigkeit)
  • Drehschwindel, Gangunsicherheit, Gleichgewichtsstörungen, plötzliche Stürze
    erstmalig und plötzlich auftretende, extrem starke Kopfschmerzen
  • vorübergehende Bewusstseinsstörungen oder Desorientierung in Bezug auf Raum, Zeit oder Personen

Diagnostik für einen Schlaganfall

Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT), Doppler- und Duplexsonographie, Angiographie, Elektrokardiogramm (EKG), Ultraschalluntersuchung

Akuttherapie

Um den Schaden, den ein Schlaganfall im Gehirn verursacht, zu verringern und die Chancen auf eine komplette Wiederherstellung der Hirnfunktionen zu verbessern, ist es notwendig, dass die Diagnostik und Therapie so früh wie möglich beginnen. Die Möglichkeiten der Behandlung hängen von der Art des Schlaganfalles ab. Die behandelnde Ärztin muss die Behandlung individuell auf den Patienten abstimmen. Zur Akutbehandlung des Schlaganfalls kann eine intensivmedizinische Behandlung angezeigt sein, die vier Therapiegrundsätze verfolgt:

Vitalfunktionen, Wiedereröffnung von Gefäßverschlüssen, Vermeidung eines erneuten Schlaganfalles, Verringerung von Folgeschäden

Risikofaktoren

Theoretisch kann jeder Mensch einen Hirnschlag erleiden – ob er nun jung ist oder alt. Grundsätzlich ist der Schlaganfall keine Krankheit, die nur die „Alten“ betrifft. Jeder vierte Betroffene ist im erwerbsfähigen Alter, schätzungsweise 5 % von ihnen sind sogar jünger als 40 Jahre.

Außerdem besteht bei Personen, bei denen Verwandte einen Schlaganfall erlitten haben, ein erhöhtes Risiko, da bestimmte Risikofaktoren erblich sind. Das Alter und genetische Voraussetzungen sind also Risikofaktoren, die nicht beeinflussbar sind. Andere Risikofaktoren sind durch den Menschen beeinflussbar. Zu diesen Risikofaktoren gehören vor allem:

Hoher Blutdruck, Rauchen, Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht und Bewegungsmangel, Zuckerkrankheit / Diabetes mellitus, Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern)

Vorbeugen eines Schlaganfalls

Vorbeugung ist der sicherste und beste Schutz vor einem Hirnschlag. Durch eine gesunde Lebensführung können bereits im Vorfeld einige Risikofaktoren gemindert bzw. ganz ausgeschlossen werden. Zu einer gesunden Lebensweise gehören:

  • eine bewusste Ernährung mit einem hohen Anteil an Obst, Gemüse, fett- und zuckerarmer Kost
  • regelmäßige Bewegung und Sport
  • eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme – besonders ältere Menschen müssen darauf achten, da das „Durstgefühl“ im Alter abnimmt
  • kein Konsum von Tabakwaren
  • Vermeidung von Stress
  • Gewichtsabnahme

Sollten trotz gesunder Lebensführung Risikofaktoren vorhanden sein, sollten Sie Ihren Gesundheitszustand regelmäßig von Ihrem behandelnden Arzt kontrollieren lassen.

Ingo Töpfer
Ingo Töpfer
Mein Name ist Ingo und ich bin der Headman von Fuerteventura.News und Radio Sol FM Ftv. , also Chef-Redakteur, Chef-Reporter, Chef-Techniker, Chef-Programmierer und verantwortlich für alles, was mit diesen Seiten zu tun hat. Weitere Berufsbezeichnungen könnten auch sein: Mädchen für alles, Direktor, Herausgeber und was euch sonst noch so einfällt. Die Hauptsache ist, dass euch die Informationen die wir hier zusammentragen hilfreich erscheinen mögen.
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