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So schützt ein sicheres Passwort vor Brute-Force-Angriffen

Passend zum Ändere-dein-Passwort-Tag zeigen wir, warum Passwortsicherheit entscheidend ist. Ein sicheres Passwort schützt effektiv vor Brute-Force-Angriffen.

Ein sicheres Passwort gegen Brute-Force-Angriffe

Brute-Force-Angriffe: Wie sie funktionieren

Ein Brute-Force-Angriff ist eine Methode, bei der automatisiert alle möglichen Kombinationen ausprobiert werden, um ein Passwort zu erraten. Dabei können leistungsstarke Systeme bis zu zwei Billionen Versuche pro Sekunde durchführen. Je einfacher ein Passwort ist, desto schneller kann es auf diese Weise geknackt werden. Beispielsweise kann ein kurzes Passwort wie „123456“ in weniger als einer Sekunde entschlüsselt werden. Die einzige effektive Gegenmaßnahme besteht darin, ein komplexes und langes Passwort zu wählen, das aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen besteht. Je mehr Zeichen und Kombinationen ein Passwort enthält, desto länger dauert ein erfolgreicher Brute-Force-Angriff. Deshalb ist Passwortstärke heute ein zentraler Bestandteil der digitalen Sicherheit.

Passwort- länge und Komplexität: Die wichtigsten Faktoren

Die Grafik im Zusammenhang mit dem Ändere-dein-Passwort-Tag verdeutlicht, dass nicht nur die Komplexität, sondern vor allem die Länge eines Passworts entscheidend ist. Ein achtstelliges Passwort mit einfachen Buchstaben ist für moderne Angriffstechniken leicht zu knacken. Kombiniert man jedoch zwölf oder mehr Zeichen mit Sonderzeichen, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen, verlängert sich die Angriffszeit um ein Vielfaches – manchmal sogar auf mehrere Jahrhunderte. Idealerweise wird das Passwort durch einen zweiten Faktor ergänzt, etwa durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Diese Kombination erhöht die Sicherheit erheblich und macht es Angreifern nahezu unmöglich, Zugang zu sensiblen Daten zu erhalten.

BSI rät von regelmäßigen Passwortänderungen ab

Entgegen früherer Empfehlungen spricht sich das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) heute gegen das regelmäßige Ändern von Passwörtern aus. Die Praxis habe gezeigt, dass Nutzer in solchen Fällen oft auf einfache Variationen zurückgreifen – etwa „Passwort1“, „Passwort2“ oder „Passwort3“. Solche Muster bieten kaum Schutz und können von Brute-Force-Algorithmen leicht durchschaut werden. Laut BSI ist es sinnvoller, ein starkes Passwort langfristig beizubehalten, sofern kein Verdacht auf einen Datenverlust besteht. Nur wenn ein Passwort kompromittiert wurde oder dies vermutet wird, sollte eine Änderung erfolgen. Ein starkes Passwort kann also durchaus über Jahre hinweg sicher genutzt werden – vorausgesetzt, es erfüllt moderne Sicherheitsstandards.

weiterführende Links: BSI – Empfehlungen zur Passwortsicherheit

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