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VULKANAUSBRUCH AUF LA PALMA (mit Videos)

Ab 15.12 Uhr Ortszeit erschütterten am Sonntag heftige Explosionen die Gegend der Cumbre Vieja auf La Palma im Süden der kleinen Insel. Rauch, Asche und Steine wurde in den Himmel geschleudert. Später waren im Fernsehen spektakuläre Bilder von hunderte Meter hohen Feuerfontänen zu sehen, die in den Nachthimmel schossen.

TV Canarias zum Zeitpunkt des Ausbruchs direkt vor Ort

Die Behörden riefen bereits am Sontag Nachmittag die Alarmstufe Rot des Vulkannotfallplanes (PEVOLCA) aus und begannen mit Evakuierungen. Am Nachmittag waren bereits rund 2.000 Menschen, darunter 500 Touristen, wegen des Ausbruchs evakuiert worden. Bei Einbruch der Dunkelheit war die Zahl auf 5.000 angestiegen.

Bis zum späten Abend wurden mindestens sieben Schlote gezählt, also verschiedene Stellen, an denen Vulkanmaterial austrat, das gestern durch eine Erdspalte in der Gegend von Cabeza de Vaca in El Paso, in einem unbewohnten Gebiet La Palmas begann.

Vulkanschlote

Der Vulkan war am Sonntag erstmals seit 50 Jahren wieder aktiv geworden. Mehrere Lavaströme wälzten sich auch die Nacht über mit einer Geschwindigkeit von etwa 700 Metern pro Stunde bergab in Richtung bebauter Gebiete. Mehrere Häuser seien bereits zerstört oder beschädigt worden, etwa 5000 Menschen wurden bisher nach Angaben der Polizei aus gefährdeten Gebieten evakuiert. Die Insel zählt insgesamt etwa 83.000 Einwohner. Von Verletzten wurde zunächst nichts bekannt.

Im Laufe der Stunden wurden zwar keine Personenschäden gemeldet, aber es gab Auswirkungen auf Häuser.

Premierminister Pedro Sánchez sagte seinerseits seine Reise nach New York ab, um nach La Palma zu fliegen. Dort traf er gestern Abend mit dem Präsidenten der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres, zusammen, der ebenfalls auf die Insel gereist war. Torres leitete gestern Abend die Sitzung des Lenkungsausschusses des Sonderplans für den Katastrophenschutz und die Notfallvorsorge aufgrund der Vulkangefahr auf den Kanarischen Inseln, an der auch Sánchez teilnahm. Sánchez hat nach dem Vulkanausbruch auf der Kanareninsel La Palma allen Geschädigten schnelle Hilfe zugesagt.

„Die Bürger der Insel können beruhigt sein, weil der Staat genügend Mittel und Personal zur Verfügung hat“,

sagte Sánchez in der Nacht zu Montag.

Gestern Abend betonte der Präsident des Cabildo von La Palma, Mariano Hernández Zapata, daß die Insel im Moment sicher sei und bestätigte, dass mindestens acht Häuser betroffen sind. Torres sagte, dass zumindest im Moment keine weiteren Evakuierungen geplant seien, und wies darauf hin, dass die Lava bereits „in Richtung Küste“ laufe, was „weitere“ materielle Verluste verursachen werde.

Bild: Twitter DDF

Wegen sich nähernder Lava, die sich in der Dunkelheit in orangeglühenden Flüssen bergab Richtung Küste wälzte, wurden etwa 5000 Bewohner der Ortschaften El Paso, Llanos de Aridane und des Badeortes Tazacorte an der Westküste der Insel in Sicherheit gebracht, wie die Polizei mitteilte.

Video Twitter

Mehrere Landhäuser gingen bereits in Flammen auf, als sie von der um die 1000 Grad heißen Lava erreicht wurden. «Es wird wohl noch mehr Zerstörungen geben, denn die Lava fließt auf mehrere Orte zu», sagte Lucas Leal, einer der Bewohner der betroffenen Gegend, im Fernsehen. Nach Medienberichten schlossen die Behörden nicht aus, dass auch bis zu 10.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden müssten.

Auf La Palma gibt es 4 Straßen, die vom Ausbruch eines Vulkans betroffen sind. Die LP212, LP105 und LP301 in El Paso. LP214 in Los Llanos de Aridane. Die LP-212 wurde im Gebiet de Alcalá von Lava durchquert.

Die Feuerwehr musste unterdessen immer wieder ausrücken, um Busch- und Waldbrände zu bekämpfen, die durch den Vulkanausbruch und am Rande der Lavaströme aufflammten. Auch Einheiten des spanischen Militärs wurden zu der Insel in Marsch gesetzt.

Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren. Der Ausbruch sei bisher nicht besonders intensiv. Es wurde jedoch vor der Asche aus dem Vulkan und vor eventuell gesundheitsschädlichen Gasen gewarnt. Schaulustige wurden aufgefordert, die Gegend zu verlassen, um die Evakuierungen nicht zu behindern.

Vigilancia LaPalma
Vigilancia LaPalma

Der Ausbruch hatte sich in den vergangenen Tagen durch rund 6600 kleine und mittlere Erdbeben und eine leichte Anhebung des Erdbodens angekündigt. Die Behörden hatten die Menschen in der Nähe des Vulkangebiets aufgerufen, leichtes Gepäck mit ihrem Handy, wichtigen Dokumenten und eventuell benötigten Medikamenten vorzubereiten.

Der Flugverkehr auf den Kanarischen Inseln sieht sich derzeit nicht von dem Vulkanausbruch betroffen. Die Flughafenbetreibergesellschaft AENA bestätigte, dass alle Flüge wie geplant stattfinden, insbesondere auch die von und nach La Palma. Dennoch wird darauf hingewiesen, den aktuellen Flugstatus der jeweiligen Fluggesellschaften auf deren Informationskanälen zu überprüfen.

Videoschleife AEMET

Wie Bilder der Agentur Meteosat bestätigen bewegt sich die Rauch- und Aschefahne die sich durch den Ausbruch gebildet hat, derzeit in Richtung La Gomera und hat einen Bereich von bis 3000 m Höhe erreicht wo sie sich in nordöstlicher Richtung bewegt. In höheren Lagen also über 3000m wechselt die Bewegungsrichtung auf Nordwest.

Ingo Töpfer
Ingo Töpfer
Mein Name ist Ingo und ich bin der Headman von Fuerteventura.News und Radio Sol FM Ftv. , also Chef-Redakteur, Chef-Reporter, Chef-Techniker, Chef-Programmierer und verantwortlich für alles, was mit diesen Seiten zu tun hat. Weitere Berufsbezeichnungen könnten auch sein: Mädchen für alles, Direktor, Herausgeber und was euch sonst noch so einfällt. Die Hauptsache ist, dass euch die Informationen die wir hier zusammentragen hilfreich erscheinen mögen.
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